21
Okt
2007

Traumtagebuch Teil 3

Unglaublich - heute die dritte Nacht in Folge, in der ich mich an meine Träume erinnern kann. Diesmal sogar an zwei.

Der erste Traum:
Es ist nacht. Ich gehe zur Uni, weil ich dort etwas zu erledigen habe. Ich trage eine schwarze Hose und einen schwarzen Mantel. Beide Kleidungsstücke sind so lang, dass sie ständig auf dem Boden schleifen. Deshalb halte ich sie fest. Im Innenhof der Uni sind viele Leute unterwegs. Ich mache drehe mich mitten auf der Treppe um, um wieder zurückzugehen. Denn ich habe Angst, dass ich auf dem weiteren Weg ganz alleine im Dunkeln unterwegs sein werde.
Plötzlich bin ich in der Uni. Hinter den Fenstern links, wo normalerweise die Cafete ist, befindet sich die Bib. Dort sitzen viele Leute mit angespannten Gesichtern. Ich schaue auf die Uhr, kurz vor Mitternacht. "Ach so, die haben gerade eine Klausur geschrieben und warten jetzt auf das Ergebnis", denke ich mir.
Und schon wieder "springe" ich an einen anderen Ort. Ich gehe auf die Kreuzung vor der Uni zu und sehe, wie ein Rollerfahrer in der Kurve stürzt. Das dahinter fahrende Auto fährt in den am Boden liegenden Roller hinein. Die beiden Fahrer werden nicht verletzt, aber der Beifahrer im Auto. Die ganze Straße ist voller Leute, ich gehe weiter. Nach einigen Metern fällt mir ein, dass ich lieber den Rettungsdienst rufen sollte. Mir kommt eine Frau mit einem Kinderwagen entgegen, an dem sich ein Telefonhörer befindet. Nach mehreren Anläufen gelingt es mir endlich, die 19222 zu wählen. Der Mann am anderen Ende fragt mich, wie ich heiße, und ich sage ihm meinen Namen. Dann fragt er, wie viele Personen verletzt sind. Ich sage: "Höchstens ein oder zwei Leichtverletzte." Erst danach fällt mir der Beifahrer ein, aber ich traue mich nicht, noch etwas zu sagen. Ich gehe wieder zurück zur Unfallstelle, wo mittlerweile die Polizei eingetroffen ist. Plötzlich steht mein Freund neben mir. Der Polizist schiebt einen der Verdächtigen zu ihm hin, er soll ihn festhalten. Der Verdächtige grinst und sagt: "Der Polizist kennt mich, das war nur ein Scherz." Mein Freund lässt ihn also los, der Verdächtige läuft weg. Der Polizist schimpft mit meinem Freund und rennt hinter dem Verdächtigen her.

Der zweite Traum:
Ich bin auf einem Voltigierturnier, stehe an der kurzen Seite der Halle auf einer provisorischen Tribüne, die aufgestellt wurde, damit man über die Bande schauen kann. Direkt vor mir ist der Vorbereitungszirkel. Rechts neben mir ist der Richtertisch, wo meine alte Trainerin und ein Richter sitzen. Dann laufen mehrere Gruppen eines Vereins in den Prüfungszirkel ein. Pferd und Kinder sind völlig überfordert, der Richter klingelt ab. Dann steht die Gruppe zum Grüßen vor dem Richtertisch, und meine Trainerin fragt, warum sie überhaupt gestartet sind. Es stellt sich heraus, dass sie unbedingt einen Kneipentour-Stempel haben wollten, den es auf diesem Turnier gibt. Meine Trainerin fragt: "Ihr seid also nur wegen der Jacke gestartet?" Die Longenführerin nickt, und meine Trainerin steht erbost auf und verlässt die Halle.
Dann kommt die betroffenden Gruppe zum Richter und macht ihm Vorwürfe. Er hätte das Pferd durch die Verfassungsprüfung kommen lassen, also dürften sie auch starten. Er rechtfertigt sich und meint, dass er dem jungen Pferd eine Chance geben wollte. Außerdem wäre es in der Verfassungsprüfung ja gut gelaufen.

Ansonsten: Ich mache weiterhin regelmäßig RCs und habe den Nasen-RC mit in mein Repertoire aufgenommen. Von Klarträumen jedoch keine Spur, auch wenn ich viel zum Thema lese und mich damit beschäftige. Aber ich werde mich weiter in Geduld üben. Ich finde es extrem spannend, dass ich mich jetzt so gut an meine Träume erinnern kann und bin schon ziemlich zufrieden mit den Ergebnissen, die ich in so kurzer Zeit erreicht habe.

20
Okt
2007

Schon wieder...

Heute nacht hat es schon wieder funktioniert: Ich bin früh morgens wach geworden und wusste genau, was ich geträumt hatte. Und anstatt mich einfach wieder umzudrehen und weiterzuschlafen habe ich mich diesmal gezwungen, wachzubleiben und den Traum ganz genau nochmal durchzugehen. Anschließend habe ich mir einen Begriff gemerkt, der den Traum charakterisiert, und dann bin ich wieder eingeschlafen.
Kurz vor dem Weckerklingeln bin ich dann wieder aufgewacht. Und ziemlich bald fiel mir der gemerkte Begriff wieder ein - und damit auch der ganze Traum. Die Methode scheint so für mich ganz gut zu funktionieren.

Ich gehe zwischen den Gebäuden entlang, in denen sich meine Firma befindet. In einem Fenster sehe ich, dass ich meinen langen braunen Rock trage und dazu eine schwarze Motorradjacke. Direkt vor dem Eingang zu meiner Firma steht mein Roller. Ich merke, dass ich meinen Seesack auf dem Rücken habe. Darin ist Wäsche, die ich in den Waschsalon bringen will. Ich gehe zum Roller und trete auf den Kickstarter. Er springt nicht an. Ich denke: "Hoffentlich sieht mich keiner der Kollegen, wie peinlich." Nach mehreren Versuchen läuft der Roller und ich setze mich drauf. Allerdings hat er sich mittlerweile in ein orangefarbenes Mofa verwandelt, das genauso aussieht wie das Klapprad, dass ich früher als Kind gefahren bin. Ich fahre aus der Einfahrt, die Straßen sehen genauso aus wie in der Realität. Ich gebe ein Handzeichen zum Linksabbiegen. An der nächsten Kreuzung ist die Ampel rot und ich muss anhalten. Dank der schlechten Bremsen fahre ich fast in das Auto vor mir hinein. Ich fahre weiter, und auf einmal hat mein Mofa einen Blinker. Den benutze ich zum nächsten Abbiegen und bin damit auf der Hauptstraße. Ich merke, dass der Reifendruck ziemlich niedrig ist, doch zum Glück ist eine Luftpumpe am Mofa befestigt. Ich suche eine Stelle, wo ich rechts ranfahren und die Reifen aufpumpen kann.

19
Okt
2007

Der Anfang...

... meines Traumtagebuchs.

Eigentlich erinnere ich mich nur selten an meine Träume. Aber passender Weise hat es heute mal wieder funktioniert. Eine halbe Stunde vor dem Weckerklingeln hat mich der Regen am Fenster geweckt, und ich wusste genau, was ich gerade geträumt hatte.

Mein Freund und ich sind in einem chinesischen Restaurant, ein kleiner Tisch und wir sitzen uns gegenüber. Links hinter ihm befindet sich ein Brunnen mit vielen Pflanzen. Wir schauen in die Speisekarte, die eigentlich keine Karte, sondern eher ein Flyer ist - in rot und gelb. Mein Freund erklärt mir, dass ich eines der gesunden Gerichte auswählen soll - ich will aber lieber was anderes und kann mich dann gar nicht mehr entscheiden. Die Bedienung kommt, mein Freund bestellt - ich weiß noch nicht, was ich will und sage, dass ich noch etwas Zeit brauche. Und bin schlecht gelaunt, bockig - hab eigentlich schon gar keine Lust mehr auf's Essen. Ich schaue wieder in die Karte und entdecke einen kleinen Bereich mit "Gerichten für besondere Anlässe", z.B. wenn man mit seiner Affäre zum Essen geht. Dort gibt es Rabe mit Ananas, irgendein Tier mit Algen um den Hals und irgendein niedliches Tier, dass ich eigentlich nie essen würde. Letzteres ist mit dem Hinweis versehen, dass man das Tier aus Artenschutzgründen ganz aufessen muss und keine Reste übrig lassen darf. Mein Freund und ich unterhalten uns über vom Aussterben bedrohte Tiere. Vor kurzem hat eine Gruppe von Fischern einen Eintrag im Guinessbuch der Rekorde bekommen, weil sie 131 Fischarten auf einmal ausgerottet hat. 130 Arten hatten sie schon in ihrem Netz, aber das reichte nicht für den Rekord. Also sind sie extra noch weitergefahren, um auch von der 131. Art den letzten lebenden Fisch zu fangen. Dadurch haben sie zwar ihren Eintrag ins Guinessbuch bekommen, aber die Natur hat sich gerächt: kurz darauf wurde die Insel, auf der die Fischer leben, von Fischen attackiert, und viele Leute starben dabei.

Dann war der Traum vorbei. An den nächsten kann ich mich nur bruchstückhaft erinnern. Es ging um Verwandte in Amerika und einen Freund meiner Eltern.

Und dann bin ich aufgewacht und habe versucht, so viele Details wie möglich im Gedächtnis zu behalten. Fürs erste Mal hat es ganz gut geklappt, finde ich.

Danach bin ich nochmal kurz weggenickt und sah auf einmal Dumbledore vor mir stehen, riesengroß und in einer braunen Kutte. Er hat seinen spitzen Hut flach hingelegt und die rechte Hälfte über die linke gefaltet. Dann wieder zurück und die linke Hälfte über die rechte. Dabei habe ich nur noch den Hut gesehen und nicht mehr ihn. Und dann bin ich endgültig wach geworden. Vielleicht sollte ich vor dem Einschlafen nicht mehr so viel Harry Potter lesen *g*.

Und ansonsten zum Thema Klarträume: Ichversuche seit gestern, regelmäßig RCs zu machen und habe mich dabei für die Uhr und die Finger entschieden. Erstaunlicherweise klappt es ganz gut, dass ich drei oder vier mal am Tag daran denke. Und auch vor dem Einschlafen gestern und heute nach dem Aufwachen habe ich daran gedacht. Der Anfang ist also gemacht...

18
Okt
2007

Klarträume

Anscheinend funktioniert es wirklich: man kann lernen, seine Träume zu beeinflussen. Sehr faszinierend - ich will das auch! Und deshalb werde ich mein Blog in Zukunft auch als Traumtagebuch nutzen. Ich bin gespannt, wohin diese Reise mich führt...

28
Sep
2007

Premiere

Ein eigenes Blog... Ich bin ganz fasziniert von der Möglichkeit, hier völlig anonym meine Gedanken kundzutun. Niemand kennt mich, niemand weiß wer ich bin - und trotzdem kann ich aller Welt mitteilen, was mich so beschäftigt. Eine wunderbare Idee.
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