23
Jan
2008

Der nächste DILD

Ich find's echt wahnsinnig, wie schnell mein Unterbewusstsein mich mit neuen Klarträumen belohnt, sobald ich auch nur die geringsten Anstrengungen in diese Richtung unternehme. Heute nacht, nach einem eher unfreiwilligen WBTB, gab's nämlich mal wieder einen DILD. Und diesmal war's sogar ein recht langer und stabiler Traum.

Doch die Traumerinnerung für diese Nacht beginnt mit einem Trübtraum: Ich steige mit meinem Freund in sein Auto, dass in der Nähe meiner Wohnung geparkt ist. Wir fahren los, ich sitze am Steuer. Wir fahren an meiner Wohnung vorbei. Ich schaue auf den Tacho - knapp über 50. Mein Freund fragt, warum ich langsamer werde. Ich sage, dass man hier ja nur 30 fahren darf.
Plötzlich sind wir nicht mehr in P., sondern in O., und fahren in einer Kolonne von mehreren Autos. Aus einer Seitenstraße kommt von rechts ein Polizeiauto. Ich fühle mich bestätigt und sage irgendetwas in der Richtung zu meinem Freund.
Das Polizeiauto stoppt den Verkehr, alle Autofahrer steigen aus. Wir werden befragt, weil vor der Kolonne ein Kind über die Straße gelaufen ist und fast angefahren worden wäre. Ich sage dem Polizisten, dass ich kein Kind gesehen habe. Daraufhin macht er anzügliche Bemerkungen, ob ich vielleicht eher mit meinem Freund beschäftigt gewesen wäre. Ich bin sauer und sage gar nichts mehr. Mein Freund unternimmt nichts, um mich zu verteidigen - also bin ich auch sauer auf ihn und gehe einfach. Ich will mit dem Auto wegfahren, doch ich habe keinen Schlüssel.
Plötzlich sitze ich auf einem Fahrrad und fahre nach Hause zu meinen Eltern. Unterwegs treffe ich K., die ich eigentlich nur vom Sehen aus der Schule kenne. Wir unterhalten uns, dann fahre ich weiter. Als es bergauf geht, steige ich ab und schiebe mein Fahrrad.
An einer Wiese sind viele Leute, die ich von früher aus der Schule kenne. Ich treffe A. und rede mit ihm. Währenddessen entferne ich ein Stoffknäuel mit vielen Stecknadeln drin hinten von meiner Kleidung, da mich die Nadeln gestochen haben. Ich stecke das komische Gebilde in einen Leinenbeutel und überlege, wie ich es am besten nach Hause transportiere. Entweder am Lenker oder auf dem Gepäckträger.
Dann will ich wieder weiterfahren, damit mein Freund mich nicht findet. Ich überlege, ob er sich mittlerweile gut genug in O. auskennt, um zu wissen, wo er hinfahren muss.

Aus diesem Traum wache ich auf, liege im Bett und stelle fest, dass ich auf's Klo muss. Anschließend zwinge ich mich, noch ein paar Minuten wach zu bleiben und den Traum im Gedächtnis zu behalten.

Dann bin ich wieder eingeschlafen, und schon kam der nächste Traum:
Ich gehe durch einen ziemlich heruntergekommenen Wohnblock. Hier wohnt mein Kollege M., den ich besuchen will. Ich fahre mit dem Aufzug und gehe dann durch einen verdreckten, kalten, menschenleeren Flur. An der Wand klebt ein Zettel, der mir den Weg weist. Ich finde die richtige Zimmertür und gehe in die Wohnung. Allerdings wohnt hier mein Kollege E. - wobei mir entfallen ist, dass ich eigentlich M. besuchen wollte und nicht E. Draußen stürmt es, in der Wohnung ist es kalt. Ich frage E., ob er bei mir übernachten möchte. Er missversteht dieses Angebot und fragt mich, ob ich mit meinem Freund Schluss gemacht habe.
Plötzlich ist noch ein anderer Kollege da. Zu dritt schauen wir aus dem Fenster und sehen, dass es schneit. Außerdem schießen die Leute Silvesterraketen ab, die waagerecht über den Boden schießen.
Dann sind wir draußen, haben eine Art Schlitten dabei. Ich sitze darin und meine beiden Kollegen geben dem Schlitten einen Schubs. Ich rutsche davon, kann nicht lenken und nicht bremsen. Ich bin sauer auf die beiden. Als der Schlitten endlich anhält, steige ich aus und gehe wieder zurück zum Haus.
Auf der Einfahrt überkommt mich plötzlich das Gefühl, dass ich träume. Ich mache den Nasen-RC und kann atmen. Na wunderbar! Weil sich der Traum nicht so wahnsinnig stabil anfühlt, gehe ich weiter bis zur Haustür und lasse mich dort auf alle Viere nieder. Ich fühle mit den Händen die Türmatte aus Gummi und dahinter den verschmutzen Fliesenboden des Flurs. Wie immer wirkt sich dieses Betasten der Umwelt positiv auf die Stabilität aus.
Dann bin ich plötzlich wieder im Aufzug. Jemand anders betritt den Aufzug, und ich habe schreckliche Angst vor der Person. Gleichzeitig denke ich: "Nicht aufwachen - das ist alles nur ein Traum. Keine Angst haben!" Also spreche ich die Person an und frage: "Wer bist du?" Meine Stimme klingt (wie schon in meinem allerersten DILD) sehr blechern. Und in dem Moment erkenne ich die Person, es ist unser Azubi M. Sofort kehrt sich die Situation um - ich habe überhaupt keine Angst mehr, dafür kauert der Azubi am Boden und sieht mich voller Panik an.
Der Aufzug hält an, ich steige aus und betrete durch eine Tür ein großes Modegeschäft. Um klar zu bleiben, halte ich mir fast dauerhaft die Nase zu und atme weiter. Außerdem habe ich wieder das Bedürfnis nach mehr Stabilität. Also greife ich nach dem erstbesten Kleidungsstück und ertaste es. Es handelt sich um eine Jacke mit Fellkragen.
Danach gehe ich weiter und sehe meinen Kollegen K. auf einem Stuhl sitzen. Ich rede kurz mit ihm und gehe weiter.
Der Rest des Traums ist jetzt ziemlich privat - und landet deshalb in einem Offline-Eintrag.

Jedenfalls bin ich am Ende des Traums kurz aufgewacht und sofort wieder eingeschlafen. Daraufhin gab's noch einen weiteren Traum:
Ich bin mit einigen Kollegen unterwegs zum Mittagesssen. Wir gehen über eine riesige Kreuzung und betreten ein American Diner.
Dann sitzen wir plötzlich alle an den Tischen, als mein Chef auf mich zukommt. Er will, dass ich am Wochenende arbeite. Ich bin einverstanden, sage ihm aber, dass ich dafür vollen Freizeitausgleich will. Er möchte dann irgendeinen Kompromiss finden, doch ich bleibe hart und bestehe auf zwei freien Tagen im Ausgleich für's Wochenende. Er schaut mich ganz verzweifelt an und geht dann. Wir verlassen alle den Raum und gehen wieder in unsere Büros. Dabei sprechen mich einige Kollegen an, dass sie meinen Auftritt gerade sehr gut fanden.
Szenenwechsel, ich bin in meinem Büro. Ich erzähle I. von dem Gespräch mit meinem Chef. Sie findet das Ganze recht lustig und meint, dass es vollen Freizeitausgleich noch nie gegeben hätte. Aber ich sollte es ruhig mal versuchen.
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